Horst Halser – Ihr ödp-Stadtrat in Rosenheim
Horst Halser – Ihr ödp-Stadtrat in Rosenheim

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erschienen am 13. 06. 2019 im OVB
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erschienen am 14. 03. 2017 im OVB
erschienen am 08. 03. 2017 im OVB
erschienen am 23. 12. 16 im OVB
erschienen am 08./9. 10. 16 im OVB
erschienen am 19.8.16 im OVB , Foto Schlecker, Bericht Musikschule

Sein Leben würde reichen, um drei Leben zu füllen: Horst Halser, Versicherungskaufmann, Kommunalpolitiker, Theatermann, Ökologe, vielseitig engagiert, vielseitig interessiert, wird heute 80 Jahre alt. Er ist der älteste ÖDP-Politiker in Deutschland, einer der ältesten noch aktiven Politiker in Bayern. Halser schaut nicht aus wie 80: Das ist eine Tatsache, kein abgedroschenes Kompliment, das so dahergesagt wird, wenn jemand diesen hohen runden Geburtstag feiert. Halser ist jung geblieben – äußerlich und innerlich – und hat noch viel vor.

Rosenheim– Am Sitzungstisch im Rathaus hat Horst Halser, der älteste Stadtrat, seinen Platz neben Abuzar Erdogan, dem Jüngsten. Dieser begrüßt den Senior der Stadtpolitik stets mit Handschlag und schenkt ihm dann ein Wasser ein – ein Höflichkeitsritual, das zeigt, wie viel Respekt die Jugend dem 80-Jährigen entgegenbringt. Denn Halser kann ein Lebenswerk vorweisen, das ihm so schnell keiner nachmacht. Es ist geprägt durch immer wieder vollzogene Aufbrüche – beruflich, privat, politisch.

Eine Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden durch dieses bewegte Leben: das Theater. Doch nach dem Krieg musste die Familie bei Null anfangen. Ein Studium der Theaterwissenschaft war nach dem Abitur in Bamberg nicht möglich. Halser studierte Landwirtschaft. Er kehrte der „brotlosen Kunst“ trotzdem nicht den Rücken zu, sondern schnupperte als Student nebenbei die erste Bühnenluft. An der bayerischen Staatsoper in München arbeitete er sich vom Bühnenarbeiter hoch zum Darsteller stummer Rollen. 1963 durfte er bei der Eröffnung des Nationaltheaters bei den Meistersingern auf der Bühne stehen.

Eine Familie konnte der Theatermann mit diesen Engagements jedoch nicht ernähren. Er lernte Versicherungskaufmann und machte sich mit einer eigenen Generalagentur erfolgreich selbstständig.

Erst mit 50 entschied Halser sich, doch noch umzusatteln: Er nahm Schauspielunterricht und spielte jahrelang in vielen Theatern der Region. Zum 60. Geburtstag erfüllte er sich wieder einen Herzenswunsch: die Gründung des Backstage-Theaters Rosenheim, das er 14 Jahre lang leitete. Halser gehörte außerdem zu den Initiatoren des Kulturforums. Noch heute arbeitet der Schauspieler und Regisseur hin und wieder für das Bayerische Fernsehen, wird immer noch gerne für Dreharbeiten gebucht.

Von der Schauspielerei zur Kommunalpolitik

Doch seine Hauptrolle spielt der 80-Jährige, der in vierter Ehe mit der Bezirks- und Sozialpolitikerin Johanna Schildbach-Halser verheiratet ist, heute als Kommunalpolitiker. Diese Karriere begann er vor 32 Jahren als Gemeinderat in Höslwang. Er war Kreisrat sowie Mitglied in Landesvorständen – anfangs für die FDP, später für die ÖDP. 1994 endete dieses politische Engagement, 2014 startete Halser noch einmal durch: als Rosenheimer Stadtrat für die ÖDP. Hier bildet er stolz eine Ein-Mann-Fraktion, die mit den Grünen eine Ausschussgemeinschaft eingegangen ist und ein gemeinsames Büro betreibt.

Arbeitsschwerpunkt seit vielen Jahren: die Inklusion von Behinderten. Dieses Thema liegt Halser als Vater eines behinderten Sohnes persönlich besonders am Herzen. Nicht müde wird er deshalb auch, im Stadtrat immer wieder die Barrierefreiheit – nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes, sondern auch im Kopf – einzufordern. Inklusion, also die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben, ist das große Thema seines Lebens – integrativ stets der Ansatz, mit dem Halser an Projekte und Problemstellungen herangeht. Er vereint Jung und Alt auf einem Mehrgenerationenspielplatz, kämpft für einen barrierefreien Zugang zum Simssee, als dies noch kein Thema war so wie heute, setzt sich für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen ein – letzteres auch, weil er selbst der Kopf einer multikulturellen Familie mit angeheirateten Mitgliedern aus vielen Ländern der Welt ist. Zur Patch work-Großfamilie gehören sechs Töchter und drei Söhne sowie 17 Enkel, der jüngste drei, der älteste 22.

Auch als Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt, ein Amt, das er von 2008 bis 2014 innehatte, sucht er das Gespräch mit allen – auch mit der Jugend. Ihr hat er einiges voraus: Im Stadtrat ist er der einzige Kommunalpolitiker, der eine eigene Internetseite besitzt. Stolz verweist Halser darauf, dass diese schon über 1000 Mal angeklickt worden ist.

Runde Geburtstage waren für Halser stets eine Zeit des Aufbruchs: Es ist als wäre es gestern gewesen, als er seinen 70. feierte – „ein irres Fest war das“, erinnert er sich lachend. Freitag feiert er mit vielen Weggefährten aus seinem 80-jährigen Leben in der Städtischen Galerie, am Wochenende mit der Großfamilie bei einer Plättenfahrt. Danach geht es wieder weiter mit dem politischen Engagement. Früher war es der Applaus, der ihn in seiner Arbeit bestätigte, heute ist es ein Schulterklopfen eines Bürgers. „Ich liebe diese Stadt“, sagt der Jubilar. „Ich werde mich bemühen, noch ein wenig für Rosenheim zu bewegen. Denn ich habe Kinder und Enkel, für die ich versuche, im Kleinen eine lebenswerte Welt zu erhalten.“

Was wünscht er sich zum 80.? „Dass wir alle gemeinsam die drohende Spaltung der Gesellschaft verhindern.“

Heike Duczek, OVB, 6. 7. 2016

Familie, Politik, Theater und ein großes Herz – das Unikat Horst Halser wird 80! 

Das ÖDP-Journal
Nr. 171  August 2016

„Politik machen wir für unsere Kinder und Enkel, um ihnen etwas mitzugeben und ihnen Chancen und Mög- lichkeiten zu erö nen.“ Geboren am 6. Juli 1936, ist der 9-fache Patchwork-familienvater und 17fache Großvater von Kindesbeinen mit Politik auch in der Familie konfrontiert. „Mein Großvater hat mich politisch geprägt“, beschreibt Horst Halser seine sehr persönliche Motivation, politisch aktiv zu werden.

Wer dem seit 2014 ältesten Rosenheimer Stadtrat begegnet, lernt einen herzlichen Menschen kennen, aus dem die Lebensfreude nur so heraussprudelt, der aber klare und deutliche Worte findet, wenn es um Politik geht. „Wer nie Kommunalpolitik gemacht hat, weiß nicht, was den Bürger bewegt, das sieht man gut an vielen Spitzenpolitikern.“
Horst Halser weiß, wovon er spricht, denn er ist seit 47 Jahren politisch engagiert. Ab 1969 für die FDP war er u.a. im Landesvorstand, Bezirksvorsitzender in Oberbayern und von 1984 bis 1994 gewählter Kreisrat und Gemeinderat in Höslwang. „Nachdem alle Sozialpolitiker die FDP verlassen haben, kam ich 1993 zur ÖDP.“ So war Halser bis 2002 für die ÖDP im Kreisrat und von 2004 an für zehn Jahre Vorsitzender des Seniorenbeirats Rosenheim. „Die Umweltpolitik der ÖDP hat mich überzeugt.“
„Auch als Einzelner kann man Dinge ändern – man sollte nur die Geschäftsordnung kennen und gut netzwerken“, empfiehlt der lebensfrohe Halser den ÖDP-Mandatsträgern. Die Energie geht dem Theaterregisseur auch im hohen Alter nicht aus: „Manchmal kann ich narrisch werden mit der ÖDP. Es ist so wichtig, gute Pressekontakte zu pflegen und die ÖDP auch auf gesellschaftlichen Events zu repräsentieren; wir wollen hier schließlich die Zukunft mitgestalten.“
Sein persönliches politisches Anliegen ist dabei u.a. die politische Realisierung der Inklusion. „Dafür haben meine Frau und ich schon immer gekämpft, da kannte 
noch keiner den Begriff .“ Halsers Frau ist die engagierte und 7fach wieder-gewählte ÖDP-Bezirksrätin Johanna Schildbach-Halser. Inklusion ist auch in der Familie ein Thema. So unterstützen die Kinder ihren Papa und Opa fleißig, etwa bei seiner Mandats-Webseite: www.stadtrat-halser.de

Horst Halser beherrscht neben den lauten auch leise, mahnende Töne: „Wir leben derzeit in Zeiten, die nachdenklich machen. Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft, ich habe eine Multikulti-Familie. Ausgrenzung und Anfeindung habe ich auch persönlich erlebt. Die Spaltung der Gesellschaft durch die
AfD, diesen politischen Hohlkörper mit Antworten von vorgestern, das tut der Gesellschaft nicht gut. Daher wünsche ich mir, dass alle politischen Kräfte – und ich meine wirklich alle –, die demokratischen Parteien und damit auch wir als ÖDP die Kurve kriegen und zusammen dem entgegenwirken.